



Zur automatischen Dosierung von Härtestabilisatoren, Korrosionsinhibitoren und Bioziden in Wasser führenden Systemen, aber auch anderen Produkten zur Wasserbehandlung wie z.B. Flockungsmitteln und Reinigungsprodukten, werden Regel-, Mess- und Dosierstationen eingesetzt. Die Regelgrößen sind dabei die elektrolytische Leitfähigkeit, der pH-Wert oder das Redoxpotential. Die Dosierung erfolgt mengenproportional, qualitäts- und/oder zeitgesteuert.
Für häufig auftretende Problemstellungen werden standardisierte Systeme eingesetzt. Unsere Systeme sind modular aufgebaut und können leicht an anlagenspezifische Problemstellungen angepasst werden. Sie bestehen aus hochwertiger Dosiertechnik, bewährten Steuergeräten mit zahlreichen Funktionen und einem hohen Sicherheitsstandard. Die Mess- und Regeltechnik berücksichtigt alle gesetzlich vorgegebenen Rahmenbedingungen und entspricht dem sich ständig weiter entwickelnden Stand der Technik.
Offene Rückkühlwerke
Aufgabe ist es, dauerhaft einen störungsfreien, wirtschaftlichen und umweltschonenden Betrieb zu ermöglichen, d.h. frei von mineralischen und mikrobiologischen Ablagerungen, schonend für alle im Kühlsystem vorhandenen Werkstoffe und Wasser sparend unter Einsatz von ökologisch verträglichen Betriebsmitteln. Stand der Technik zur Vermeidung mineralischer Ablagerungen ist die so genannte Threshold-Stabilisierung. Dabei werden dem Speisewasser mengenproportional in geringen Konzentrationen Wirkstoffe zudosiert, welche die Kristallisation schwerlöslicher Inhaltsstoffe auch bei einem hohen Maß an Übersättigung verhindern und außerdem metallische Werkstoffe vor Korrosion schützen. Die zulässigen Salzgehalte sind jedoch begrenzt, sodass ein berechenbarer maximaler Eindickungsfaktor nicht überschritten werden darf. Durch ständige Überwachung der elektrolytischen Leitfähigkeit wird qualitätsabhängig abgesalzen und das Umlaufwasser durch Speisewasser mit mengenproportionaler Dosierung von Härtestabilisator und Korrosionsinhibitor ergänzt. Zur bakteriologischen Kontrolle werden dem Umlaufwasser durch ein Zeitprogramm gesteuert in Intervallen Bakterizide zudosiert. Zur Vermeidung von Wirkstoffverlusten und Abwasserbelastungen erfolgt eine Vorabsalzung mit anschließender Absalzverriegelung (WHG § 7a, Anhang 31).
Luftwäscher, Raumluftbefeuchter
Die Konditionierung von Umlaufwasser in Luftwäschern zur Raumluftklimatisierung erfolgt prinzipiell ähnlich. Jedoch bestehen höhere Anforderungen an die Umlaufwasserqualität. Korrosionsschutz ist meistens von untergeordneter Bedeutung, dagegen stehen hygienische Anforderungen, toxikologische Unbedenklichkeit und die Vermeidung von salzhaltigen Aerosolen im Vordergrund (VDI 6022). An Stelle oder ergänzend zur Bakteriziddosierung erfolgt gewöhnlich die bakteriologische Kontrolle durch UV-Entkeimung.
Speisewasser für Dampferzeuger
Beim Kesselbetrieb für Dampferzeugung sind Resthärtestabilisierung, pH-Wert-Korrektur, Dispergierung von Eisenverbindungen und chemische Bindung von Restsauerstoff die wesentlichen Aufgaben. Korrosionsschutz in Dampf- und Kondensatsystemen kann ebenfalls erforderlich oder empfehlenswert sein. Die Konditionierung des Speisewassers erfolgt allgemein durch mengenproportionale Dosierung.
Speisewasser für geschlossene Kreisläufe
Wichtigste Aufgabe in geschlossenen Kaltwasserkreisläufen und in Warmwasserheizanlagen ist der Korrosionsschutz. (Zur Vermeidung von Steinbildung siehe VDI 2035.) Die Dosierung erfolgt mengenproportional zur Zusatzwassereinspeisung, die Ansteuerung der Dosierpumpe extern über Impulse des Wassermengenzählers.
Trinkwasserkonditionierung
Trinkwasser mit höherem Gehalt an Erdalkaliionen neigen zur Wassersteinbildung in Warmwassererzeugern und sanitären Einrichtungen, weiches Wasser dagegen zu verstärkter Werkstoffkorrosion. Durch mengenproportionale Dosierung von geeigneten für Trinkwasseranwendungen zugelassenen Wirkstoffen können Trinkwassersysteme geschützt werden (so genannte physikalische Wasseraufbereiter erzeugen Trübstoffe und sind daher unbedingt zu vermeiden, wenn Trinkwasser auch als Speisewasser für Betriebswassersysteme verwendet wird).
Sonstiges
Regel- und Dosierstationen werden zweifelsohne nicht nur in den bisher benannten Bereichen eingesetzt, sondern auch in vielen anderen verfahrenstechnischen Zusammenhängen verwendet, z.B. zur Dosierung von Reinigungsprodukten, in der Abwassertechnik zur Dosierung von Fällungs-, Flockungs- und Flockungshilfsmitteln usw.